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Myanmar

Von Pagoden, Longyis und Nat-Geistern

Im Jahr 1911 reiste Lucian Scherman, Direktor der Königlich Ethnographischen Sammlung, jetzt Museum Fünf Kontinente, zusammen mit seiner Frau Christine nach Burma, dem heutigen Myanmar. Die beiden legten eine weltweit einzigartige ethnographische Sammlung an, zu der mehr als 2300 Werke, 1200 Fotografien, ausführliche Reisetagebücher und Tonaufnahmen zählen. Über zehn Säle verteilt, werden die schönsten Stücke der Sammlung gemeinsam mit ausgewählten zeitgenössischen Objekten gezeigt, um Einblicke in den myanmarischen Alltag und die Lebensweisen verschiedener Bevölkerungsgruppen zu geben. Zu den Höhepunkten der Ausstellung, die als »Rundreise« durch das Land am Irrawaddy konzipiert wurde, zählen unter anderem der Hut des Eremiten U Kanti, eine Prunksänfte, die polychrom gefasste Holzskulptur einer Frau sowie das Orchester und das Marionettentheater, dessen Figuren nach hundert Jahren im Rahmen der Ausstellung erneut geführt wurden.

Disclaimer

Die Ausstellung wurde 2014 kuratiert, als in Myanmar zunehmend Demokratisierungsprozesse zu verzeichnen waren. Seit Februar 2021 hat das Militär aber erneut die Macht im Land übernommen. Menschenrechtsorganisationen werfen der amtierenden Regierung schwere Verstöße gegen die Menschenrechte vor. Der euphorische Blick der Ausstellung muss als Momentaufnahme der 2010er Jahre gewertet werden.

Impressionen

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